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Bündnis 90/Die Grünen

Landkreis Passau

  • Stopps mit Vortrag: "Durch die EU werden sich die Bedingungen für die Auen bei uns und in ganz Europa verbessern", sagt Biologin Dr. Helgard Reichholf-Riehm. -Foto: Dirk Wildt

Wie Europa die Auen stärken soll

Grüne hören bei Wanderung durch die Innauen Vortrag von Biologin Dr. Helgard Reichholf-Riehm: EU-Projekt soll Zustand der Auen verbessern

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27. Jul. 2020 –

Zu einer knapp zweistündigen Wanderung in den Innauen oberhalb des Wasserkraftwerks Egglfing-Obernberg haben die Landkreis-Grünen eingeladen, der rund 50 Interessierte folgten. Das teilen die Grünen in einer Presseaussendung mit.

"Die Ruhe wird hier bald Geschichte sein", kündigte Biologin Dr. Helgard Reichholf-Riehm aus Bad Füssing bei der Wanderung an. Es werden Bagger rollen für ein Projekt mit Kosten in Höhe von mehreren Millionen Euro – aber diesmal nicht gegen, sondern für die Natur. In ganz Europa werden die Bedingungen für Auen verbessert. Grundlage ist die Europäische Wasserrahmenrichtlinie, mit der erstmals Gewässer als Ganzes betrachtet werden, von der Quelle bis zur Mündung. Und durch die auch erstmals die Qualität nicht mehr allein abhängig vom chemischen Zustand des Wassers, sondern auch von Flora und Fauna der Flussränder bewertet wird. Bei den Innauen soll unter anderem die Durchgängigkeit verbessert, stehende und sauerstoffarme Seen und Teiche mit mehr Frischwasser versorgt werden, berichtete Reichholf-Riehm. Dann soll es hier sogar mal wieder Hochwasser geben können. Die Auen sind von Menschen gemacht, geplante Folge der Staustufe und des Wasserkraftwerks, dessen Bau 1941 begonnen wurde und dessen erste Turbine kurz vor Kriegsende in Betrieb genommen wurde.

Unter anderem hörten der Grünen-Bundestagsabgeordnete Erhard Grundl, die beiden Grünen- Kreisrätinnen Brigitte Steidele (Bad Füssing) und Jutta Koller (Hauzenberg) der Referentin aufmerksam zu. "Der Sauerstoff-Gehalt ist gering, wir hören keinen Frosch, dieser ehemalige Altarm ist fast ganz tot", sagt Dr. Reichholf-Riehm. Marc Kuhnt aus Neuburg am Inn erklärt, dass sich hier speziell angepasste Fische wohl fühlen: "Waller kommen mit ganz wenig Sauerstoff aus und werden bis zu zwei Meter lang." Auch die Fischereiverbände waren Thema, von denen sich immer mehr neben erholsamer Freizeitgestaltung auch konsequent für den Umweltschutz einsetzen würden. "Für Niederbayern kann ich sagen, es gibt in dem Bereich ein Umdenken und das ist natürlich zu begrüßen", bestätigt Grundl.
Beim rostbraunen Grund handelt es sich um Eisen-Ocker, das sich über Jahrzehnte in den Auen-Gewässern angesammelt hat. So entstand ein völlig neues Ökosystem, das ohne Sauerstoff auskommt. Anaerobe Eisenbakterien sind die einzige Lebewesen, die hier überleben können. "Eine der vielen Überraschungen besonderer Anpassungen der Natur an Umweltbedingungen, mit denen der Mensch an dieser Stelle nie gerechnet hat", sagt die Umwelt-Expertin begeistert.
Eike Hallitzky, Landesvorsitzender der Grünen und Vorsitzender der Grünen-Fraktion im Passauer Kreistag, hat derweil ein paar Schnappschüsse gemacht. Direkt aus den paradiesisch wirkenden Inn-Auen postet er diese in die weite virtuelle Welt des Internets mit dem Hashtag #WaldMitZukunft – eine Aktion, mit der die Grünen dafür werben wollen, dass der Wald stärker geschützt wird.
Am Ende der Wanderung fasst Dr. Reichholf-Riehm zusammen, die Auen seien insgesamt in einem guten Zustand. Durch das EU-Projekt werden sich die Bedingungen für die Auen bei uns und in ganz Europa verbessern: "Deshalb bin ich auch als Umweltschützerin Fan der EU".

Quelle: Passauer Neue Presse vom 23.07.2020
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