Bündnis 90/Die Grünen

Landkreis Passau

Zukunftschance: Energiegewinnung in Bürgerhand

Mit Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann und MdL Rosi Steinberger bei der "Genossenschaft Bürgerenergie FRG" und ihrem Vorsitzenden Hans Madl-Deinhart

09.03.14 –

Vor rund eineinhalb Jahr beschlossen Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Freyung-Grafenau, künftig gemeinsam in der Region und für die Region Energie zu erzeugen. Sie schlossen sich in der "Genossenschaft Bürgerenergie FRG" zusammen, erste Projekte wurden bereits verwirklicht. Vorstandsvorsitzender Hans Madl-Deinhart sieht das Konzept denn auch als sehr vielversprechend an: "Von unseren Bürgerinnen und Bürgern regional erzeugter Strom hat gleich mehrere Vorteile. Erstens: Wir schonen die Umwelt, weil die Energie regenerativ gewonnen wird. Zweitens: Die Einnahmen und Arbeitsplätze bleiben bei uns im Wald. Drittens: Der Bedarf an den hoch umstrittenen großen Stromtrassen zwischen Nord und Süd nimmt ab, je mehr wir unseren Strom selbst produzieren."

Für Eike Hallitzky, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Passauer Kreistag besonders interessant ist die Ankündigung, dass die Energiegenossenschaft aktuell auch plane, Windkraftanlagen in der Region zu verwirklichen. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass durch das neue EEG die Vergütung für Windstrom bei uns nicht ins Bodenlose sinke. Hallitzky: "Die Energiegenossenschaft könnte damit auch ein Vorbild für unsere möglichen Windkraft-Standorte vor allem im Wegscheider Land sein." In diesem Zusammenhang regte er eine Ausweitung der Bürgerenergie-Genossenschaft auf den gesamten Unteren Bayerischen Wald an.

Äußerst kritisch wurde von allen Beteiligten die derzeitige Debatte um notwendige Abstandsflächen zwischen Windrädern und Wohnbebauung gesehen. "Wenn bayerische Atomkraftwerke weniger als 1 km von den Wohnhäusern stehen, Autobahnen und Industrieanlagen sogar noch viel näher, dann zeigt das vor allem eines: Bei seiner Forderung nach einem 2km-Abstand eines großen Windradls geht es Seehofer überhaupt nicht um die Sache. Er will mit seinem Forderung vielmehr Unsicherheit in der Bevölkerung erzeugen, um die dann für seine populistische Politik zu missbrauchen," meint Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann. Dass er damit die Energiewende torpediere, sei ihm offensichtlich völlig egal. Hallitzky ergänzt: "Wenn sich Seehofer mit seiner unsäglichen 2km-Forderung durchsetzt, wird es im Unteren Bayerischen Wald kein einziges neues Windrad geben, zu unser aller Schaden."

Kategorie

Energie

Keine Neuigkeit und Veranstaltung versäumen?

Diese Website ist gemacht mit TYPO3 GRÜNE, einem kostenlosen TYPO3-Template für alle Gliederungen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
TYPO3 und sein Logo sind Marken der TYPO3 Association.