Bündnis 90/Die Grünen

Landkreis Passau

Mia Goller: Freistaat soll zusätzliche Millionen an Landkreise und Kommunen weitergeben – Grüne wollen Investitionen auch im Landkreis Passau voranbringen

Hitzeschutz darf nicht am Geld scheitern

27.07.26 –

Überhitzte Klassenzimmer, kaum Abkühlung in öffentlichen Gebäuden und hohe Temperaturen in Krankenzimmern: Nach den außergewöhnlich heißen Wochen fordern die Grünen deutlich mehr Investitionen in den Hitzeschutz. Die Landtagsabgeordnete Mia Goller will sich gemeinsam mit der Grünen-Fraktion dafür einsetzen, dass zusätzliche Mittel des Bundes nicht im Staatshaushalt verschwinden, sondern möglichst unbürokratisch an die Kommunen und Landkreise weitergegeben werden. Bayern kann nach derzeitigen Berechnungen mit rund 200 Millionen Euro zusätzlicher Bundesmittel rechnen.

„Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Deshalb dürfen wir jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, sagt Mia Goller. „Wir müssen unsere Schulen, Kliniken und andere öffentliche Einrichtungen so ausstatten, dass Kinder, ältere Menschen, Kranke und Beschäftigte auch während längerer Hitzeperioden geschützt sind.“

Nicht jedes Gebäude brauche automatisch eine Klimaanlage. Wo Verschattung, Begrünung, eine bessere Dämmung oder andere bauliche Maßnahmen nicht ausreichten, müsse aber auch eine wirksame Klimatisierung möglich sein. „Gerade dort, wo besonders gefährdete Menschen viele Stunden oder sogar Tage verbringen, dürfen wir die Belastung durch große Hitze nicht unterschätzen“, betont Goller. Der benötigte Strom könne zunehmend durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Einrichtungen erzeugt werden.

Auch die Grünen im Passauer Kreistag wollen das Thema aufgreifen. „In unseren Krankenhäusern liegen Menschen, die gerade Schweres hinter sich haben und sich erholen müssen. Für sie kann dauerhafte Hitze zu einer erheblichen zusätzlichen Belastung werden“, erklärt Fraktionsvorsitzende Claudia Woller. „Wir brauchen Lösungen, die nicht nur durch den aktuellen Sommer helfen, sondern unsere Kliniken langfristig auf steigende Temperaturen vorbereiten.“

Kreisvorsitzende Verena Regner sieht dabei auch den Freistaat in der Verantwortung: „Landkreise und Kommunen wissen sehr genau, wo investiert werden muss. Sie brauchen dafür aber ausreichend Geld und verlässliche Fördermöglichkeiten.“

Für Goller ist klar: „An heißere Sommer werden wir uns anpassen müssen. Aber dort, wo die Gesundheit von Menschen gefährdet ist, dürfen wir uns nicht mit der Hitze abfinden. Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz – und er muss jetzt konsequent angegangen werden.“

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Gesundheit | Klima

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