
17.02.26 –
Babette Holz, Platz 1 der Liste, begrüßte am Obstlehrgarten die interessierten Bürger*innen. Eine zukunftsfähige Ortsentwicklung in Balance war das zentrale Thema der Veranstaltung, bei der sich zehn der fünfzehn Listenkandidat*innen vorstellten. Werner Grabl, ehemaliger Hutthurmer Rektor sowie Schulamtsleiter und auf Platz 6 der Liste, nahm Bezug auf seinen Hintergrund und befand die sogenannte BIO-Strategie aus der Schulentwicklung als passend für die Wählergemeinschaft und ihre Ziele: Bewahren, Innovieren, Optimieren. Sein zentrales Thema ist neben naturnahen Gärten, Artenvielfalt sowie sicheren Schulwegen (Stichworte Schulbusangebot, Elterntaxis, Schülerlotsen) vor allem die Einbindung des Nachwuchses über ein Jugendparlament unter dem Motto „Betroffene zu Beteiligten machen“.
Marco Knödlseder, Platz 2, thematisierte die Bedeutung von naturnaher Naherholung und sprach sich für einen Ausbau aus. Beispielsweise könne man am Obstlehrgarten spezielle Angebote für Kinder ergänzen – wie einen naturnahen Spielplatz. Auch das Fehlen von Wander- und Radwegen, größeren Waldflächen oder unbefestigten Joggingstrecken in Hutthurm sowie einer direkten Anbindung abseits des Verkehrs Richtung Ilz in Fischhaus kam zur Sprache. Als zentral sehe er zudem die Energie- und Wärmeerzeugung, die erneuerbar und lokal eine Wertschöpfung für die Anwohner*innen bringen könne.
Anette Kapfhammer, Platz 3, brachte die Gemeinschaftsunterkunft ins Gespräch und die mangelnde Integration der dort untergebrachten Menschen in das Gemeindeleben. Die Kinder kämen in Schule und Vereinen in Kontakt mit anderen, doch was sei mit den Eltern?
Lisa Knödlseder, Platz 9, skizzierte am Rosenstingl-Areal ihre Gedanken hinsichtlich zu wenigen Orten der Begegnung im Markt. Es brauche Räume für Austausch, Spiel, gemeinsames Kreativsein für alle Generationen und Nationen. Ob ein Jugendtreff mit sozialpädagogischer Unterstützung wie zum Beispiel in Ruderting oder ein Bürgertreff, der unterschiedlichen Gruppen Raum bietet – von VHS über Spielegruppen bis Sprachaustausch, die Ideen waren zahlreich.
Simone Rath, Platz 7, zeigte die unzureichende Verkehrssituation anhand einiger Beispielstellen auf: von zu schmalen, hängenden, im Winter schlecht geräumten, zugeparkten und baufälligen Gehwegen über nicht vorhandene Radwege sowie fehlende Fußgängerüberwege und überhöhte Geschwindigkeit auf der Bayerwaldstraße bis zu nicht beleuchteten Fußwegen und einem viel befahrenen Ortskern. Verkehrsberuhigung, 30-Zone, Einbahnregelung waren erste Ideen für die Marktstraße. Verkehrssicherheit für Jung und Alt braucht mehr Aufmerksamkeit.
Claudia Woller, Landratskandidatin der Grünen, ließ es sich nicht nehmen, die Wählervereinigung bei der Ortsbegehung mit Impulsen zu unterstützen. Am Spielplatz, dem letzten Halt, war selbstverständlich das geringe Spielplatzangebot im Gemeindegebiet Thema. Beispielsweise sei verwunderlich, dass im Neubaugebiet am Ilztalring trotz Bauvorschrift noch immer einer fehle. Ebenso war der zukünftige Anspruch auf Ganztagsbetreuung, aber auch die kaum vorhandene Ferienbetreuung – beides große Anliegen erwerbstätiger Eltern – ein Punkt, der nicht nur Babette Holz umtreibt. In diesem Zusammenhang ging es auch erneut um das Ehrenamt, wie man Menschen dafür gewinnen könne und dass Schulen wie Vereine massiven Bedarf haben. Eine sogenannte Ehrenamtsbörse, eingebunden in die Website der Marktgemeinde, wäre ein Lösungsansatz. Tatennetz.de macht bereits für Stadt und Landkreis Passau vor, wie so etwas funktioniert.
Viele weitere Themen wurden angerissen – unter anderem Bauen (Flächenfraß, Nachverdichtung, Folgen der Flächenversiegelung, Wichtigkeit der Entsiegelung), regionale Lebensmittelerzeugung/Landwirtschaft, die Vorteile einer Vernetzung ähnlicher Angebote für die gleiche Zielgruppe (insbesondere für junge Menschen – Vereine, Schule, Jugendtreff etc., die Hand in Hand arbeiten), aber auch die guten Angebote für Senioren in Hutthurm. Mit Kinderpunsch, Kuchen und Keksen klang die Veranstaltung bei Sonnenschein und angeregtem Austausch aus.
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