Gemeinsam für mehr Teilhabe

Zwei Personen stehen vor Sträuchern. Es ist Herbst. Rechts steht ein Mann mit weißem Hemd und blauem Sakko. Links steht eine Frau mit weißem Pullover und grüner Jacke.
Privat | Willi Wagenpfeil (r.) übergibt sein Amt als Beauftragter für die Belange der Menschen mit Behinderung an Claudia Woller (l.)

Neue Behindertenbeauftragte im Landkreis Passau

Ein wichtiger Stabwechsel für die Inklusion in unserer Region: Kürzlich fand die Amtsübergabe der Behindertenbeauftragten des Landkreises Passau statt. In einer herzlichen Atmosphäre wurden die Unterlagen und Erfahrungen von Willi Wagenpfeil an seine Nachfolgerin übergeben.

Ein strukturierter und wertschätzender Erfahrungsaustausch ist die beste Basis für eine erfolgreiche Arbeit. Dank der sorgfältigen Vorbereitung und der vielen wertvollen Informationen von Willi Wagenpfeil, der dieses Amt in den letzten sechs Jahren mit großem Herzblut und Engagement geführt hat, ist ein optimaler Start in die neuen Aufgaben gelungen.

Die Themen Barrierefreiheit und Inklusion sind weit mehr als nur politische Aufgaben – sie sind Herzensthemen. Oft sind es die kleinen Veränderungen im Alltag, die einen großen Unterschied für die Lebensqualität und die Selbstständigkeit von Menschen mit Behinderungen machen. Claudia hat in ihrem Leben im Hinblick auf ihre eigene Schwerbehinderung in Schule und Arbeitsstelle viel Unterstützung erfahren. Dafür möchte sie etwas zurückgeben.

„Inklusion bedeutet für mich, mein Leben gestalten zu können. Selbst entscheiden zu können, wie ich wohne, was ich arbeite und welches Konzert ich besuche. Eine Krankheit oder ein Unfall können uns leider jederzeit treffen. Es ist gut, wenn wir uns dann aufeinander verlassen können.“ – Claudia Woller

Die erste Ortsbegehung stand schon auf dem Programm. Es war eine spannende und kurzweilige Erfahrung, die Baumaßnahmen direkt vor Ort zu besichtigen und fachliche Erläuterungen zu den Umsetzungen zu erhalten.

Bei solchen Rundgängen geht es auch um den Blick für die Details, die über eine echte Teilhabe entscheiden. Im Fokus stehen dabei insbesondere:

  • Gut begehbare Wege und die Vermeidung von Hindernissen.
  • Niedrige oder gar keine Schwellen, um Stolperfallen zu vermeiden.
  • Machbare Steigungen, die eine selbstständige Fortbewegung ermöglichen.
  • Klare Orientierungspunkte und ausreichend Parkmöglichkeiten.

Ziel ist es, die öffentliche Infrastruktur so zu gestalten, dass möglichst viele Menschen das Gelände uneingeschränkt nutzen können. Ein paar konstruktive Tipps zur weiteren Optimierung konnten im Rahmen der Begehung direkt eingebracht werden.

Die angespannte finanzielle Lage der Städte, Märkte und Gemeinden stellt derzeit eine Herausforderung dar. Unsere Kreisrätin hat hierzu einen klaren Wunsch:

„Herr Wagenpfeil hat es in seinem Abschlussbericht sehr gut auf den Punkt gebracht: Die Beseitigung bestehender Barrieren ist eine Aufgabe, die uns fortwährend begleiten wird. Ich wünsche mir, dass wir trotz der klammen Kassen an den Altlasten dranbleiben können. Ich denke, wir müssen uns hier bewusst bleiben, dass das sinnvolle und nachhaltige Investitionen sind. Von Barrierefreiheit profitieren wir am Ende alle.“ – Claudia Woller

Claudia freut sich auf die kommenden Aufgaben und darauf, die Teilhabe im Landkreis Passau gemeinsam mit allen Beteiligten in den nächsten sechs Jahren weiter voranzutreiben.

„Für einen Nahverkehr au…