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Bündnis 90/Die Grünen

in Neuhaus am Inn

"Hier wird Europa gelebt"

MdB Erhard Grundl sichert der Gemeinde Neuhaus am Inn Unterstützung zu

01.03.22 –

Zu einem Informationsgespräch traf Bürgermeister Stephan Dorn im Rathaus in Neuhaus am Inn den aus Mallersdorf stammenden Bundestagsabgeordneten Erhard Grundl (Bündnis 90/Die Grünen).

Grundl ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages und ist dort Obmann im Ausschuss für Kultur und Medien und Mitglied des Sportausschusses. Die Gemeinde Neuhaus am Inn kenne er schon lange, vor zwei Jahren folgte MdB Grundl auch einer Einladung von Marlies Resch zu deren Kulturveranstaltung "Open Yair" auf dem Volksfestplatz.

 

Dorn bedankte sich bei Grundl für dessen Interesse an der Kommunalpolitik. Es sei für die Zusammenarbeit im Gemeinderat besonders wichtig, dass hier keine Parteipolitik betrieben werde und man somit nur das Wohl der Gemeinde vor Augen habe, betonte er. Mit der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine müsse man aber auch feststellen, dass übergeordnete Themen den Alltag überschatten.

In der Gemeinde Neuhaus mit den Ortsteilen Mittich, Neuhaus und Vornbach verbinden sich Tradition und Brauchtum einschließlich einer intakten Natur mit Innovation und Fortschritt, stellte Dorn die Gemeinde vor. Allerdings hat man immer wieder mit Hochwasser zu kämpfen. Dabei erwähnte er den vorliegenden Notfallplan, wonach die Hilfsorganisationen mit dem gemeindlichen Bauhof vorgehen. Man wisse, wie man mit der jeweiligen Hochwassersituation umzugehen habe. 1954 war Neuhaus von einer großen Flutkatastrophe betroffen. Man habe daraufhin viele Gespräche geführt, wie man hier das Hab und Gut der Bürger schützen könne. Alternativlos war dabei die Aussiedlung, ergänzte Dorn.

Dadurch aber habe Neuhaus auch ein völlig neues Gesicht bekommen. Diese Hochwasserschutzmaßnahmen brachten aber auch Chancen für die Kommune mit sich. So wurde ein Wettbewerb über die Neugestaltung der Innlände ausgeschrieben. Auch darüber konnte sich der Bundestagsabgeordnete informieren. Grundl interessierten dabei vor allem die vorgebrachten Probleme, die man bei Veränderungen in einem Hochwassergebiet ja immer wieder habe.

Seit 2018 ist die Gemeinde mit Schärding grenzüberschreitendes Mittelzentrum. Damit werden der Region Entwicklungspotenziale zugestanden, die sich durch diese Zusammenarbeit deutlich steigern lassen. "Den grenzübergreifenden Standort für Bürger, Unternehmen, Vereine und Institutionen in Kultur, Sport, Soziales, Freizeit und Tourismus langfristig zu entwickeln und zu stärken ist dabei unser Ziel."

Bürgermeister Stephan Dorn stellte weiter heraus, dass die Weiterführung der A94 und der Lückenschluss von der Gemeindegrenze bis Malching für die gesamte Region eine große Chance sei. Durch die sich verändernde Arbeitswelt werden zudem durch eine Kombination aus Home-Working und Präsenz viele gut ausgebildete Arbeitnehmer weiter in der Region bleiben können, so der Neuhauser Bürgermeister. Für Stephan Dorn sei es eine Herzensangelegenheit, wie er betonte, dass das Autobahnkreuz, das sich ja zu 80 Prozent auf Neuhauser Gemeindegebiet befindet, auch den Namen "Neuhaus-Schärding" bekomme. "Hier wird Europa gelebt", unterstrich MdB Grundl. Deshalb sicherte er Bürgermeister Dorn auch zu, hier diesen Antrag zu unterstützen.

Den Straßenbau insgesamt betrachtete Grundl allerdings skeptisch. Man müsse in Zukunft den Menschen die Möglichkeit geben, vermehrt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und dafür die Angebote ausbauen. Dabei müsse auch der ländlichen Bevölkerung diese Nutzung noch besser ermöglicht werden.

Ein weiteres Thema war der Lärmschutz für die Bundesautobahnen A3 und A94. Der frühere Bundesverkehrsminister MdB Andreas Scheuer konnte hier noch erreichen, dass auf dem Autobahnkreuz sowie auf dem Autobahnteilstück Neuhaus-Suben ein Flüsterbelag aufgebracht werde. Dorn meinte aber dazu, dass man über weitere Lärmschutzmaßnahmen nachdenken müsse. "Auch hier haben Sie meine Unterstützung", so Grundl. Man könnte beispielsweise über eine Lärmschutzwand in Verbindung mit einer PV-Anlage nachdenken. MdB Grundl sicherte seine Unterstützung für Anliegen der Kommune zu. Dorn überreichte Grundl eine Einladung zu einer Vernissage mit dem zimbrischen Künstler Thomas Gasperi Knapp, am Samstag, 15. Mai, in der Rathausgalerie. Auch dafür dankte Grundl und will sein Kommen einrichten, "wenn es ein wenig gehe".

Quelle: Passauer Neue Presse vom 26.02.2022
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