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Ein „Repair-Café” für Bad Füssing

Neues Leben für alte Gegenstände

02.03.22 –

Elektriker, Schuster und Schneider waren früher gefragte Leute, wenn es um Reparatur und Wiederinstandsetzung von Gebrauchsgegenständen ging. Mittlerweile wird aber eher neu gekauft, als etwas repariert. Denn Wegwerfen ist bequemer und schneller. „Mit etwas Hilfe können wir aber Geld und Ressourcen einsparen und damit auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten“, sagen Bad Füssings zweiter Bürgermeister Martin Neun und dritte Bürgermeisterin Brigitte Steidele. Sie wollen die Idee eines Repair-Cafés in die Kurgemeinde bringen. Das Ziel: gebrauchten Elektrogeräten, Möbeln oder Kleidung ein neues Leben schenken.

In immer mehr Ländern rund um den Globus entwickelt sich die Initiative zu einer Erfolgsgeschichte. Auch in Deutschland gibt es bereits mehr als 800 solcher „Reparatur-Stammtische“. Die Organisation Repair Café International fand in einer Analyse heraus: In zwei Dritteln aller Fälle waren die Reparaturen erfolgreich. „In vielen Fällen zeigte sich, dass Gegenstände gar nicht kaputt waren, sondern durch einfache Wartung wieder benutzbar wurden. Reinigen, Entkalken oder Schmieren reichte oft schon aus“, sagen Martin Neun und Brigitte Steidele, die die Idee des gemeinsamen Reparierens nach Bad Füssing bringen wollen. Reparaturinteressierte sollen sich dabei kennenlernen und Ideen und Erfahrungen austauschen können.

Das Projekt hat auch europäischen Rückenwind: Bei der „Grenzüberschreitenden Vernetzung von Reparaturinitiativen in Oberösterreich und dem Landkreis Passau“ arbeiten der Landkreis Passau, der oberösterreichische Landesabfallverband und das Klimabündnis Oberösterreich zusammen. Das Projekt läuft noch bis Juli 2021. Die beiden Initiatoren bitten alle, die im Gemeindebereich Bad Füssing ein „Repair Café“ gründen, eine Initiative leiten möchten und sich für Reparaturen interessieren, mit ihnen Kontakt aufzunehmen:

Sollten sich in Bad Füssing nur wenige Interessierte melden, ist auch eine regionale Vernetzung mit Nachbargemeinden denkbar. Martin Neun: „Es gibt für alles Spezialisten. Die müssen sich nur kennenlernen und können sich dann gegenseitig im oft kreativen Prozess des Reparierens fördern“, sagt der zweite Bürgermeister.

Quelle: Gemeinde-Info Bad Füssing Dezember 20/Januar 21

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