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  • Durchaus markant: Direkt am Gebäude der Raiffeisenbank und gegenüber des Eginger Rathauses steht eine große Stieleiche. Manchen ist sie ein Dorn im Auge, andere finden, sie gehört zu Eging dazu. −Foto: Kuhnt
    Durchaus markant: Direkt am Gebäude der Raiffeisenbank und gegenüber des Eginger Rathauses steht eine große Stieleiche. Manchen ist sie ein Dorn im Auge, andere finden, sie gehört zu Eging dazu. −Foto: Kuhnt

Stieleiche steht still

Gemeinde hat keine Eile mit der Fällung – Bevölkerung ist geteilter Meinung

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09. Okt. 2018 –

Eging am See. Der Herbst ist da, die Schonzeit für möglicherweise nistende Vögel zu Ende: Eigentlich dürfte die große Stieleiche neben der Raiffeisenbank und gegenüber des Rathauses jetzt gefällt werden. Doch wenn es nach Egings Bürgermeister Walter Bauer geht, eilt es damit nicht. Er wolle bei Gelegenheit erst einmal von einem Fachkundigen prüfen lassen, ob der Baum sturzgefährdet sei. Dass bei Wind Äste vom Baum fallen und die Bank schon mehrmals ihren Kanal von Wurzelwerk befreien lassen musste, sind für den Bürgermeister derzeit keine zwingenden Gründe für eine Fällung. "In der Bevölkerung herrscht eine geteilte Meinung darüber. Die einen finden, der Baum macht Dreck. Die anderen sagen, er gehört zu Eging", sagt Bauer, der keinen Aufruhr wegen des Baumes will.

Angeregt hatte die Fällung ein Verantwortlicher der Bank in einem mündlichen Antrag, erklärt Bauer gegenüber dem VA. Bauer hatte die geplante Fällung dann im Mai in der Gemeinderatssitzung angekündigt (der VA berichtete). Das rief den Grünen-Kreisrat Toni Schuberl auf den Plan. Er bat Bürgermeister und Marktrat, von einer Fällung abzusehen und den Baum zu schonen. In einem Brief an die Gemeinde informierte er zudem darüber, dass die Stieleiche von März bis September wegen möglicherweise dort nistender Vögel nicht gefällt werden dürfe. Schuberl kontaktierte diesbezüglich auch die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt, die die Regelung bestätigte.

Weil keine akute Gefahr durch die Stieleiche bestand, wurde das Thema im Juni erst einmal auf Herbst verschoben. Und jetzt? "Bisher gab es wichtigere Dinge zu tun. Wenn ich Zeit habe, werde ich einen Experten bitten, zu prüfen, ob die Stieleiche sturzgefährdet ist", sagt Walter Bauer.

Toni Schuberl ist froh über diese Entwicklung: "Es freut mich sehr. Der Baum macht das Gesicht dieses Platzes aus und wäre ein Riesenverlust. Die Kanalreinigung ist zumutbar." − kus

Quelle: Passauer Neue Presse vom 09.10.2018
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