• Initiator der Bürgerbewegung ist Reinhard Bieringer. Er verkündete, dass schon 1400 Unterschriften gesammelt seien. -Fotos: Baumgartl
    Initiator der Bürgerbewegung ist Reinhard Bieringer. Er verkündete, dass schon 1400 Unterschriften gesammelt seien. -Fotos: Baumgartl

Sorge um Luft, Wasser und Boden

Kundgebung der Bürgerbewegung Marterberg – 150 Teilnehmer – 1400 Unterschriften gegen Kiesabbau

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07. Mai. 2021 –

Menschen, die sich um ihre Heimat sorgen und bereit sind, dafür zu kämpfen. So präsentierte sich die junge Bürgerbewegung Marterberg bei ihrer ersten Kundgebung am Sonntagnachmittag. "Wir leben seit fünf Generationen in Marterberg", erklärte Initiator Reinhard Bieringer den 150 Zuhörern, warum er mit aller Kraft verhindern will, dass sich neun Hektar des nahe gelegenen Marterbergholzes in eine Kiesgrube verwandeln.

Die Vernichtung des Waldes dort – das befürchteten Bieringer und alle Redner der knapp zweistündigen Kundgebung bei Hattenham – würde unwiederbringliche Schäden in der Natur anrichten und dem Klimaschutz komplett zuwiderlaufen. Reinhard Bieringer betonte: "Ich habe nichts gegen Kiesabbau oder Gewerbegebiete, aber an der richtigen Stelle". Das Marterbergholz am Donauhang sei die falsche.

Das Argument, dass man das Gelände nach Ende des Kiesabbaus renaturieren könne, lassen die Gegner nicht gelten: "Wir haben keinen Kiesnotstand, sondern ein gigantisches Klimaproblem. Wir brauchen den Wald jetzt", sagte Rita Rott, die niederbayerische Regionalreferentin des Bund Naturschutz (BN). "Bäume nehmen CO2 auf, binden Niederschlag und reinigen die Luft", zählte Stefanie Auer, Bundestags-Direktkandidatin der Grünen auf.

Das vom Fichtensterben betroffene Waldstück gehört dem Kloster Schweiklberg, das es an Unternehmer Karl-Heinz Groß verpachten will. Als privater Waldbesitzer appellierte Anton Zwerenz an die Mönche, statt eine Kiesgrube zuzulassen, lieber einen stabilen Mischwald anzupflanzen, wie er es gerade getan habe. ÖDP-Bezirksvorsitzender Urban Mangold lobte die Bemühungen des Bistums Passau zur naturverträglichen Bewirtschaftung von Kirchengrund, "ich kann nicht verstehen, dass das Kloster Schweiklberg hier ausschert."

Ein Dorn im Auge war Rednern wie der BN-Ortsvorsitzenden Helgard Gillitzer und dem BN-Kreisvorsitzenden Karl Haberzettl auch das geplante Gewerbegebiet Oberfeld II unterhalb des Marterbergholzes. Dort besitzt Unternehmer Groß eine Fläche. Der Zusammenhang sei offensichtlich, auch wenn beide Verfahren rechtlich nichts miteinander zu tun hätten. Reinhard Bieringer befürchtet, dass dort später der Kies gewaschen werden soll: "Den Staub, den Dreck und die Lastwagen müssen alles wir aushalten."

Quelle: Passauer Neue Presse vom 04.05.2021
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