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Bündnis 90/Die Grünen

für Passau-Land

  • Pro Biotopschutz (v.l.): Christina Roßgoderer, Karl Synek, Walter Fraunhofer, Ewald Schmatz, Susanne Mayerhofer. -Foto: privat

Protest gegen Gewerbegebiet

Ortstermin von Passauer und Tiefenbacher Grünen

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23. Sep. 2019 –

Die Stadt Passau plant im Patrichinger Jägerholz, direkt an der Stadtgrenze zur Gemeinde Tiefenbach, die Ausweisung eines Gewerbegebiets. Das Oberflächenwasser soll dabei ohne Verrohrung auf das Gebiet der Gemeinde Tiefenbach geleitet werden. Ein Skandal, wie Landwirt und Anwohner Walter Fraunhofer findet.

"Eine Verrohrung würde die Zerstörung zweier nicht ausgewiesener Biotope verhindern. Der natürliche Bachlauf und der dadurch gespeiste Weiher sind Heimat für viele Insekten und andere Tiere. Eine direkte Ableitung des Oberflächenwassers wäre das Ende dieser Biotope." Deutlichen Unmut über das Vorgehen der Stadt Passau äußert auch Karl Synek, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat. "Es ist mir völlig unverständlich, dass diese wichtige Maßnahme wegen finanzieller Bedenken nicht umgesetzt wird. Wenn 70 Meter Rohrleitung zur Bewahrung dieser wertvollen Flächen führen, dann lasse ich ein Nein nicht gelten. Beginnen wir beim Naturschutz zu sparen, kommt uns die Rechnung am Ende teuer zu stehen. Dies werde ich auch gegenüber OB Dupper deutlich machen." Synek wird mit der grünen Stadtratsfraktion dazu in der nächsten Sitzung einen Antrag stellen.
Unterstützung findet der Stadtrat dabei auch beim Tiefenbacher Ortsverband der Grünen. Dieser geht noch einen Schritt weiter und fordert ein Aus für das Gewerbegebiet Jägerholz. "Immer wenn vitale Waldflächen in Betonwüsten verwandelt werden, entfernen wir uns weiter von unserem Ziel, die Klimakrise einzudämmen. Und wofür? Eine weitere Lagerhalle? Noch mehr Stellplätze? Nein danke! Wir müssen jetzt umdenken. Für alles andere ist es sonst zu spät", wird Christina Roßgoderer, Ortsvorsitzende der Tiefenbacher Grünen, deutlich. "Es kann nicht immer noch mehr Fläche versiegelt werden. Wir müssen zu kreativen Lösungen in Sachen Baumaßnahmen kommen, zum Beispiel bestehende Gebäude um weitere Stockwerke aufstocken", gibt Ewald Schmatz, grünes Mitglied im Tiefenbacher Gemeinderat, zu bedenken. "Der Wald ist unser CO2-Speicher. Das Jägerholz ist gerade dabei sich nach dem Borkenkäferbefall zu regenerieren. In 15 bis 20 Jahren könnte hier wieder ein stabiler Mischwald stehen, der Nutzen und Chancen für alle Menschen bringt", so Susanne Mayerhofer, ebenfalls grünes Mitglied im Tiefenbacher Gemeinderat. "Ob das Gewerbegebiet noch zu verhindern ist, wird sich zeigen. Eine Verrohrung indes ist nicht verhandelbar". 

Quelle: Passauer Neue Presse vom 10.09.2019
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