• Die Schülerin Anna-Tara Allgeier hatte – unterstützt von Mitschülern und Eltern – einen Diskussionsabend organisiert mit dem Titel: Wenn Kinder auf die Straße gehen für ihre Zukunft. Umweltschutz und "Fridays for Future". Zu den Diskutanten gehörten Vertreter der Politik und des Gymnasiums. - Foto: Maier

Plädoyer für mehr Umweltschutz

Öko-Debatte am Gymnasium Vilshofen – Unzufriedenheit wird deutlich

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20. Apr. 2019 –

Um die Umwelt steht es so schlecht wie noch nie. Um darauf aufmerksam zu machen, demonstrieren weltweit Schüler, seit Monaten und immer am Freitagvormittag. Auch junge Leute, die das Gymnasium Vilshofen besuchen, haben schon demonstriert. Sie haben jetzt einen Abend veranstaltet, bei dem über die Demos und vor allem über deren Inhalte diskutiert wurde – mit Politikern.

Man traf sich im Atrium des Gymnasiums. Dort hingen Transparente, auf denen stand: "Unser Haus brennt", "Wenn wir keinen Planeten mehr haben, geht es auch der Wirtschaft nicht gut". Oder: "Ich will, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre." Mit Transparenten wie diesen zogen vor ein paar Wochen etwa 150 Schüler über den Stadtplatz. Zur Podiumsdiskussion kamen 20 Jugendliche und 60 Erwachsene.

Auf dem Podium diskutierten der Kreisgeschäftsführer der Jungen Union Passau, Michael Fuchs, der geschäftsführende bayerische Landesvorsitzende der Linkspartei, Josef Ilsanker, Ex-Grünen MdB Halo Saibold, die stellvertretende Bundesvorsitzende der Grünen Jamila Schäfer, der Direktor des Gymnasiums Stefan Winter und Schülersprecher Luca Cisternino. Veranstalterin und Hauptorganisatorin war die 19-jährige Schülerin Anna-Tara Allgeier, Moderator ihr Vater Christoph Allgeier.

Zwei Stunden wurde, teilweise hitzig, diskutiert. Man spürte viel Unzufriedenheit. Zum einen über die regierenden Parteien, die Umweltschutz über Jahrzehnte vernachlässigt hätten, ihm zu wenig Raum einräumten, wie es hieß. Außerdem wurden dem Bildungssystem Schwächen attestiert. Derzeit werde das Thema Umweltschutz "im Unterricht leider vernachlässigt", sagte Cisternino und verwies auf die Lehrpläne.

Gefordert wurden mehr politische Bildung und das Schulfach Umweltkunde. Manche Politiker sowie Besucher im Publikum ermunterten die Schüler, weiterhin freitags zu demonstrieren. Nach Angaben von Anna-Tara Allgeier wird es in Vilshofen wieder einen Protestmarsch geben. Ein Termin stehe noch nicht fest.

Martin Maier

Quelle: Passauer Neue Presse vom 17.04.2019
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