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Bündnis 90/Die Grünen

Landkreis Passau

  • Auch mit ihren symbolischen Windrädern machen die Landkreis-Grünen deutlich, dass sie die Nutzung der Windkraft für unabdingbar halten. An der Versammlung in Haag nahmen teil: Diana Niebrügge (v.l.), Gerhard Albrecht, Hans Fillafer, Astrid Gelaudemans, Sascha Müller, Alexandra Scharinger, Jörg Schäfer, Christina Roßgoderer und Dirk Wildt (vorne). -Foto: Hermann Schoyerer

"Ohne Windkraft kommt eventuell Atomkraft zurück"

Grünen-Kreisverband plant verschiedene Aktivitäten pro Windkraft – "Notwendig und rentabel"

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15. Feb. 2020 –

Hauzenberg/Haag. Thematischer Schwerpunkt der jüngsten Kreisversammlung von Bündnis90/Die Grünen im Gasthof Waldbauer in Haag war die Nutzung der Windkraft. Referent war der Sprecher der "Plattform gegen Temelin", Gerhard Albrecht. Er ist nicht nur bekannt wegen seiner ablehnenden Haltung gegenüber den grenznahen Atomkraftwerken im tschechischen Temelin, sondern auch, weil er sich schon seit Jahren darum bemüht, die öffentliche Diskussion über erneuerbare Energien mit sachlichen und objektiven Argumenten voranzutreiben. Er befasst sich dabei speziell mit der Nutzung der Windkraft, auch im Raum Hauzenberg.

Kreisvorsitzende Astrid Gelaudemans wies in ihren einleitenden Worten deutlich darauf hin, dass die von der überwiegenden Mehrheit gewollte und für den Kampf gegen die Erderwärmung dringend benötigte Nutzung der Windkraft unerlässlich sei. Dies unterstrich auch Gerhard Albrecht, zumal die Windenergie nicht nur sauber sei, sondern bei entsprechender Bürgerbeteiligung auch gute finanzielle Renditen abwerfe. Deshalb planen die Grünen in absehbarer Zeit auch einen Informationsabend über die Gründung einer Energie-Genossenschaft, an der sich Kommunen ebenso wie Bürger beteiligen können, zumal sich an der Windenergie auch gut verdienen lässt.

Albrecht verwies dabei auf die Gemeinde Fuchstal im Landkreis Landsberg oder die Gemeinde Wildpoldsried im schwäbischen Landkreis Oberallgäu. Dort werden Windräder schon seit Jahren betrieben und von den Bürgern problemlos akzeptiert. Nicht nur weil die Gemeindebürger davon finanziell profitieren, sondern weil sich sogenannte Gegenargumente in der Realität als haltlos erwiesen haben. Kein übermäßiger Lärm, keine Gefahr für den Wasserhaushalt durch die notwendigen Fundamente, keine besondere Gefahr für die Vögel, konnte Albrecht berichten. Sowohl die Grünen-Kreisvorsitzende Astrid Gelaudemans als auch Gerhard Albrecht waren sich aber auch einig, dass Sorgen und Bedenken der Menschen wegen eines Windrads in ihrer Umge-bung ernst genommen werden müssen. Allerdings sei dafür eine ehrliche und sachliche Information notwendig. Deshalb werden die Grünen schon bald ein Informationsblatt in Hauzenberg und Umgebung verteilen lassen.

Begrüßt wurde die vom "Bürgerforum Vilshofen" und von der "Plattform gegen Temelin"derzeit durchgeführte Befragung der Landratskandidaten zur Windkraftnutzung im Landkreis Passau.

Abschließend waren sich alle Teilnehmer einig, dass an der Energiewende kein Weg vorbei geht und dass ohne Windkraft die Atomkraft möglicherweise zurück kommt. Eine Perspektive, so Albrecht, an der niemandem ernsthaft gelegen sein kann.

Quelle: Passauer Neue Presse vom 15.02.2020
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