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Bündnis 90/Die Grünen

Landkreis Passau

  • Obwohl es im Landkreis Passau noch wenige E-Mobil-Besitzer gibt, war der erste E-Mobil-Stammtisch gut besucht. Auf dem Bild die Initiatoren Michael Barth (ganz links), Halo Saibold (erste Reihe, 2.v.l.) und der Leiter der Stabsstelle Klimaschutz am Landratsamt Passau Peter Ranzinger (ganz rechts). − Foto: privat

Mit "sauberem Strom" in die Zukunft

Erster E-Mobil-Stammtisch im südlichen Landkreis - Weitere sollen folgen

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22. Okt. 2015 –

Kreisrätin Halo Saibold und Energieberater Michael Barth sind davon überzeugt, dass aus Umwelt- und Klimaschutzgründen der Elektromobilität die Zukunft gehört. Deshalb hatten sie gemeinsam zum ersten E-Mobil-Stammtisch nach Ortenburg eingeladen. Zahlreiche "E-Mobilisten" und solche, die es werden wollen, waren der Einladung gefolgt, darunter auch die E-Mobil-Pioniere Dr. Herbert Müller aus Aldersbach und Kreisrat Walter Dankesreiter aus Tiefenbach. Als fachkundigen Referenten hatten die Veranstalter Peter Ranzinger, den Leiter der Stabstelle Klimaschutz am Landratsamt Passau, eingeladen.

Ranzinger machte deutlich, dass sich der Landkreis Passau in Sachen Klimaschutz im landesweiten Vergleich durchaus sehen lassen könne. Dazu gehört auch die Vermeidung der durch den Straßenverkehr erzeugten, schädlichen Abgase. Weil dies unerlässlich ist, habe sich der Landkreis die Förderung der E-Mobilität zur Aufgabe gemacht. Eine Lanze brach er für den vom Landkreis ebenfalls geförderten Öffentlichen Personen-Nahverkehr und für das "Carsharing", bei dem ein Fahrzeug mehreren Benutzern zur Verfügung steht.

Elektrisch betriebene Fahrräder und Autos sind nach Meinung Ranzingers inzwischen alltagstauglich geworden und auch die derzeitige Reichweite von rund 150 Kilometern werde sich dank des rasanten Fortschritts im Bereich der Energiespeicherung schon bald deutlich erhöhen. Der Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladesäulen habe sich im Rahmen des auch vom Landkreis Passau mit getragenen E-Wald-Projekts inzwischen gut entwickelt. Die meisten E-Mobil-Besitzer haben ohnedies ihre private Strom-Tankstelle daheim, meistens in Verbindung mit Sonnenkollektoren auf dem Dach, so dass die Versorgung der Fahrzeuge mit "sauberem" Strom in der Regel gut funktioniert.

Der Moderator des Stammtisches Michael Barth wies darauf hin, dass dank des hohen Wirkungsgrades des Elektromotors von rund 90 Prozent ein durchschnittliches E-Mobil bei durchschnittlicher Fahrweise zwischen 14 und 20 Kilowatt Strom für 100 Kilometer Fahrstrecke benötigt und dafür nicht mehr als 5 Euro Stromkosten verursacht. Auch der Anschaffungspreis für E-Autos ist laut Michael Barth mittlerweile im normalen Rahmen. Ein fünftüriges Familienauto wie der Renault ZOE kostet inzwischen deutlich weniger als 20 000 Euro. Kreisrätin Halo Saibold verwies auf das Beispiel Norwegen, wo E-Mobilität schon jetzt im großen Umfang genutzt und auch entsprechend staatlich gefördert wird. Letzteres lasse - so Saibold - in Deutschland noch sehr zu wünschen übrig. Es genüge nicht, dass E-Mobile steuerfrei sind, sondern eine direkte staatliche Förderung der E-Mobilität, wie sie auch in Frankreich praktiziert wird, sei notwendig. Nur so können die von der Regierung angestrebten und dringend notwendigen Klimaschutz-Ziele erreicht werden. Abschließend kündigte Halo Saibold weitere E-Mobil- und Energie-Stammtische an. Zur nächsten Zusammenkunft dieser Art wird ein Vertreter von E-Wald eingeladen, der über die aktuelle Entwicklung im E-Mobil-Bereich Auskunft geben soll.

Quelle: Passauer Neue Presse 22.10.2015
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