S

Bündnis 90/Die Grünen

für Passau-Land

  • Auf seinem Stammplatz im Landkreissaal auf Schloss Neuburg saß Kreistagsabgeordneter Toni Schuberl (M.) am Montag zum letzten Mal. Sein Nachfolger Robert Steinbauer (l.) gehört nun zur Grünen-Fraktion im Kreistag mit Fraktionsführer Eike Hallitzky (r.). -Fotos: Wanninger

Kreistag verabschiedet Toni Schuberl

Rücktritt des MdL aus Gremium wegen Umzugs in Landkreis Freyung-Grafenau – Robert Steinbauer als Nachrücker vereidigt

Teilen!

20. Okt. 2019 –

Links im Saal und ganz vorne war der Platz von Toni Schuberl bei den Kreistagssitzungen im Landkreissaal auf Schloss Neuburg am Inn. Wurden dem Landrat unbequeme Fragen gestellt, kamen sie so manches Mal aus dieser Ecke. Fünf Jahre lang hat der Grünen-Abgeordnete sich unerschrocken für seine ökologischen Standpunkte eingesetzt, jetzt aber hat Toni Schuberl seinen Stuhl freigemacht für einen Nachfolger. Anfang September hatte er seinen Rücktritt in einem Brief an Landrat Franz Meyer angekündigt, am Montag wurde er nun vom Kreistag offiziell entlassen und verabschiedet. Sein Nachrücker, Robert Steinbauer, der für Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat Aldersbach sitzt, wurde als Kreisrat vereidigt.

Sich selbst wollte Schuberl in seiner Abschiedsrede gar nicht so sehr in den Vordergrund stellen – dafür aber eines seiner politischen Vorbilder, nämlich seinen Großvater, Franz Schuberl, Mitbegründer der CSU im Landkreis Passau und Inhaber zahlreicher politischer Ämter. Unter anderem war Großvater Schuberl 30 Jahre lang Mitglied im Passauer Kreistag, acht Jahre als stellvertretender Landrat. "Auch aus diesem Grund war es mir eine Ehre, Mitglied in diesem Kollegium gewesen zu sein", sagte Schuberl. Hätte der Großvater seinen Enkel als Grünen-Politiker erlebt, hätte es sicher allerhand Kontroversen gegeben, meinte Schuberl. Sicher aber ist er, dass sie die Liebe zur Natur geeint hätte und damit auch die Kritik am Flächenverbrauch, die Sorge um den Zustand der Wälder und das dringende Interesse, den Klimawandel zu stoppen.

Es habe, so Schuberl, auch mit den Kreistagskollegen die ein oder andere Auseinandersetzung gegeben. "Wir haben hier viel und hart gestritten", erinnerte er sich. "Dabei gab es durchaus eine Aufgeschlossenheit, manche grünen Anträge mitzutragen", stellte Schuberl aber auch anerkennend fest und verwies auf den ÖPNV-Antrag der Grünen, der auf einen gemeinsamen Tarif und Verkehrsverbund abgezielt habe und nun Früchte trage. Für die Interessen der Region bleibe er als Abgeordneter trotz seines Abschieds aus dem Landkreis Passau auch weiterhin ein Ansprechpartner, versicherte er dann.

Auch in Erinnerung an so manchen Schlagabtausch zwischen Grünen-Politiker Schuberl und seiner Person lobte Landrat Franz Meyer doch die Gespräche, die immer von Respekt und Offenheit geprägt gewesen seien. "Ich habe unsere Zusammenarbeit sehr geschätzt, auch wenn wir inhaltlich nicht immer einer Meinung waren", sagte Meyer. Er wünsche Schuberl für seinen weiteren Weg viel Erfolg und eine glückliche Hand bei seinen Entscheidungen. Die Kreistagskollegen, die sich vor und nach der Sitzung von Schuberl verabschiedeten, schlossen sich diesen guten Wünschen an. Einstimmig billigten die Kreisräte die Niederlegung von Schuberls Mandat und das Nachrücken des Listennachfolgers. Robert Steinbauer, der seit 1996 für die Grünen im Gemeinderat Aldersbach sitzt, wurde daraufhin als Kreisrat vereidigt. Die Sitze, die Schuberl als Kreisrat in Ausschüssen, Verbänden und Gesellschafterversammlungen hatte, werden von Steinbauer übernommen. Mitglied ist er daher nun im Ausschuss für Verkehr und Tourismus, 1. Vertreter im Kreisausschuss, Vertreter im Ausschuss für Umwelt, Abfallwirtschaft und Energie, Verbandsrat im Berufsschulzweckverband, Verbandsrat im Zweckverband Volkshochschule und Verbandsrat im Zweckverband Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung.

Mit einem Appell an den Zusammenhalt beendete Toni Schuberl seine letzte Rede im Passauer Kreistag. Es gebe immer noch großes Unverständnis für die jeweils andere Sichtweise, so dass man manchmal aneinander vorbeirede ohne zu einer Einigung zu kommen, bedauerte er. Doch angesichts neuer Herausforderungen aus dem politisch rechten Spektrum sei es notwendig, auch bei kontroversen Themen stärker zusammenzuarbeiten. "Aus diesem Grund bitte ich Sie, auch unter einer neuen Landrätin oder einem neuen Landrat: Behalten Sie sich Ihre bisherige sachliche und engagierte Diskussionskultur und Ihre teilweise Aufgeschlossenheit gegenüber unseren Themen und bauen wir gemeinsam das Verständnis für die jeweils andere Sichtweise noch stärker aus."

Quelle: Passauer Neue Presse vom 17.10.2019
Wir danken der PNP für die freundliche Genehmigung der kostenlosen Nutzungsrechte auf unserer Website.

« Zurück | Nachrichten »

 

Umwelt
im Kopf
auf
gruene.de

 

Freiheit
im Herzen
auf
gruene.de

 

Welt
im Blick
auf
gruene.de

 

Gerechtigkeit
im Sinn
auf
gruene.de

Diese Website ist gemacht mit TYPO3 GRÜNE, einem kostenlosen TYPO3-Template für alle Gliederungen von Bündnis 90/Die Grünen
TYPO3 und sein Logo sind Marken der TYPO3 Association.