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Bündnis 90/Die Grünen

Landkreis Passau

  • Von links nach rechts: Jörg Schäfer, Astrid Gelaudemans, Frederic-Sascha Müller, Martin Scholz, Heinz Menzel, Brigitte Steidele, Frank Saibold, Halo Saibold, Dirk Wildt, Jury Zarbl und Simona Marschall - Foto: Schoyerer

Klima schützen, gesund Bauen und regionale Wertschöpfung nutzen – liegt im Holzbau die Zukunft?

Beim Besuch der Firma Sonnleitner Holzbau die regionale Wertschöpfung betont

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10. Mär. 2020 –

In der nach Holz duftenden Eingangshalle des Kundenzentrums der Firma Sonnleitner Holzhausbau in Afham bei Ortenburg wurde die Delegation der Grünen vom Leiter des Kundenzentrums Thomas Preiss und dem Vertriebsleiter Jury Zarbl empfangen.

Die über 100 jährige Geschichte des Betriebes mit seinen rund 125 MitarbeiterInnen, der Aufbau der patentierten Wandsysteme und das individuell-flexible Raumkonzept mit seinen Gestaltungsmöglichkeiten, uvm. wurden von Herrn Zarbl in einer Präsentation und bei der anschließenden Werksbegehung verdeutlicht.

Kreisrätin Halo Saibold wollte genauer wissen, ob das als Baustoff verwendete Holz tatsächlich aus der Region kommt und freute sich, dass zumindest das Fichtenholz aus dem Bayrischen Wald und auch das Lärchenholz aus dem nahen Österreich kommen.

Herr Zarbl verwies während der Besichtigung immer wieder auf die besonderen Eigenschaften von Holz als Baustoff zum langfristigen Nutzen für Bauherren und Bewohner.
Kreisvorsitzende Astrid Gelaudemans interessierte sich dabei nicht nur für die besondere Langlebigkeit von Bauwerken aus Holz (das älteste Bauernhaus der Region stammt aus dem Jahr 1436) sondern auch für die aktuellen Wandstärken und deren Fähigkeiten bei der Wärmedämmung.
Wie weiter ausgeführt wurde, reicht auch aufgrund der besonders guten Dämmeigenschaften von Holz eine Wandstärke von 24 cm für ein Standardenergiehaus KFW 40 aus, sodass trotz guter Förderung durch die KFW Bank zusätzlich im Holzbau vergleichsweise mehr Wohnraum entsteht.

Die hervorragende Ökobilanz des Werkstoffes Holz war auch für die Bürgermeisterkandidatin aus Bad Füssing Brigitte Steidele gerade im Hinblick auf die Zukunft der nächsten Generationen wichtig. So bindet z.B. ein Holzhaus dauerhaft. ca. 80 Tonnen Kohlendioxid und leistet somit einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz, wie hierzu ausgeführt wurde.

In Bezug auf die Wohnqualität interessierte sich der Co-Vorsitzende Dirk Wildt insbesondere für das gesunde und beruhigende Raumklima von Holzbauten, von dem auch Kinder und Lehrer an Schulen profitieren sollten.

Laut den zitierten Ausführungen aus dem Netzwerk Forst und Holz schlagen Klnderherzen pro Tag bis zu 8.600 Herzschläge weniger, wenn sie in einem beruhigenden Klassenzimmer mit viel Holz unterrichtet werden.

Frederic-Sascha Müller, der die Begegnung organisiert hatte, hakte hier bei den sozialen Gesichtspunkten genauer nach und wollte wissen, ob die Firma Sonnleitner schon den Bau einer Schule oder eines Kindergartens realisieren konnte.

Leider konnte diese Frage noch nicht bejaht werden, da bei der derzeitig gängigen Ausschreibungspraxis ökologische und gesundheitliche Aspekte noch zu wenig Berücksichtigung fänden.

Frank Saibold ergänzte dazu, dass Ausschreibungen der öffentlichen Hand derzeit kaum sinnvolle Möglichkeiten für Nebenangebote ermöglichen und es dringend erforderlich wäre, die Ausschreibungen entsprechend zu vereinfachen, sollte die Förderung von Holzbauten im Öffentlichen Bauwesen tatsächlich auch gewollt sein.

Um endlich deutlicher von klimaschädlichen Bauten aus Stahlbeton wegzukommen, regte Frederic-Sascha Müller an, sich auch bei Schulen und Kindergärten in der Region für das Bauen mit Holz stark zu machen.

 

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