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Bündnis 90/Die Grünen

Landkreis Passau

  • Ortstermin an der Windmessanlage am Ruhmannsberg: Eike Hallitzky (v.r.), Fraktionsvorsitzender und bis vor kurzem Landesvorsitzender der bayerischen Grünen, Kreisrätin Jutta Koller, stellvertretende Fraktionsvorsitzende Veronika Fischl und Brigitte Steidele, Kreisrätin und 3.Bürgermeisterin von Bad Füssing. -Foto: Koller
    Ortstermin an der Windmessanlage am Ruhmannsberg: Eike Hallitzky (v.r.), Fraktionsvorsitzender und bis vor kurzem Landesvorsitzender der bayerischen Grünen, Kreisrätin Jutta Koller, stellvertretende Fraktionsvorsitzende Veronika Fischl und Brigitte Steidele, Kreisrätin und 3.Bürgermeisterin von Bad Füssing. -Foto: Koller

Grüne: "Windenergie möglich machen und nicht verhindern"

Passauer Kreistagsfraktion vor Ort am Ruhmannsberg – Ein Ende der durch 10H-Regelung entstandenen Windblockade gefordert

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23. Apr. 2021 –

Um sich ein eigenes Bild von der Situation und dem Standort der geplanten Windkraftanlagen bei Hauzenberg zu machen, ging die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen mit ihrer Hauzenberger Kreisrätin Jutta Koller auf den Ruhmannsberg.
Die tief im Wald aufgestellte Windmessanlage war das erste Ziel. Dort wurde der Aufwand deutlich, den es braucht, um die Windmenge und somit die Wirtschaftlichkeit eines Windkraftstandorts ein Jahr lang zu prüfen.

"Wir brauchen die Windenergie, wenn die Umstellung unserer Wirtschaft auf erneuerbare Energie und die Energiewende gelingen soll", meinte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Passauer Kreistag, Eike Hallitzky. "Deshalb wäre es klug, alle Kraft, auch von Bürgerinitiativen, darauf zu verwenden, wie ein Aufstellen von Windrädern möglich wird und nicht darauf, wie man sie verhindern kann." Zu sagen, "wir wollen die Energiewende, aber nur bei den anderen", sei aus seiner Sicht unredlich. Die Quellen zu sichern sei eine wichtige Voraussetzung für eine Genehmigung. Die Wege müssten so geplant werden, dass der Zufluss der Quellen gesichert sei und sie nicht verstopften, ergänzte Kreisrätin Jutta Koller beim Termin vor Ort.

Kreisrätin Brigitte Steidele zeigte sich zuversichtlich in der Frage, wie die Auswirkungen auf den Tourismus sind. "In den deutschen Mittelgebirgsregionen zeigt sich, dass Windkraftanlagen den Tourismus nicht negativ beeinflussen." Im Gegenteil: Die Windräder nähmen viele Gäste als Zeichen von zukunftsorientiertem Handeln und Klimaverantwortung positiv wahr.

Veronika Fischl, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Kreistags-Grünen, regte an, attraktive Beteiligungsmöglichkeiten an den Windkraftanlagen für Bürger in den Gemeinden zu schaffen, "damit das Geld zu einem erheblichen Teil bei den Menschen vor Ort bleibt".

Die Kreistagsfraktion der Grünen spricht sich dafür aus, die durch die 10H-Regelung entstandene Windblockade zu beenden und den Weg für eine saubere und sichere Energie der Zukunft freizumachen. Dazu brauche es den Energiemix aus dezentraler Stromerzeugung, bei der sich Solar- und Windenergie ergänzen.

"Unsere Kinder werden uns eines Tages nicht vorhalten, wir hätten zu viele Windkraftanlagen gebaut", meinte Veronika Fischl. Sie würden im Angesicht der Klimakrise fragen: "Warum habt ihr nicht früher damit angefangen? Warum habt ihr nicht mehr getan, um unsere Lebensgrundlagen zu schützen?"

Quelle: Passauer Neue Presse vom 21.04.2021
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