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Bündnis 90/Die Grünen

Landkreis Passau

  • Nach dem "Waldspaziergang" durch das Marterbergholz mit der Vorsitzenden der Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilshofen, Helgard Gillitzer (r.), stand für die Grünen fest: "Wald ist wichtiger als Kies". Die Marterberger Bürgerinitiative versteht sich als überparteiliche Organisation, sie habe von weit als 2000 Bürgerinnen und Bürgern Unterstützung mit deren Unterschrift erhalten. -Foto: Menzel

Grüne: "Wald ist wichtiger als Kies"

Kritik am Kloster Schweiklberg, weil dieses an den Plänen am Marterberg festhält

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23. Sep. 2021 –

Der geplante Kiesabbau in den Donauhängen bei Marterberg stößt auf massive Kritik bei den Grünen. Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger und die Bundestagskandidatin, Stefanie Auer aus Passau, haben im Rahmen eines Informationsgesprächs mit der Bürgerinitiative gegen den Kiesabbau massive Vorwürfe gegenüber dem Kloster Schweiklberg erhoben und der Bürgerinitiative uneingeschränkte Unterstützung zugesagt.

Gerade in einer Zeit – so Stefanie Auer –, in der die Auswirkungen der Klimaerwärmung auch bei uns immer öfter deutlich spürbar würden, sei es unverständlich, dass das Kloster Schweiklberg seinen Wald aus angeblich wirtschaftlichen Gründen opfern will, heißt es in einer Presseaussendung der Grünen. Auch Rosi Steinberger, die Vorsitzende im Landtagsausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz ist, teile diese Einschätzung. "Wir müssen mehr denn je Klimaschutz betreiben und dazu brauchen wir Wald, soviel wie möglich, weil dieser schädliche Klimagase zurückhält. Das Verhalten des Klosters Schweiklberg in dieser Angelegenheit ist meiner Meinung nach unverantwortlich und vorgestrig." Reinhard Bieringer, Sprecher der Bürgerinitiative "Kein Kiesabbau im Marterbergholz", erinnerte wiederholt an die von Papst Franziskus bereits 2015 veröffentliche Umwelt-Enzyklika. Darin habe der Papst geschrieben, dass der Schutz der Umwelt und somit auch der Schutz des Waldes in unserer Zeit Vorrang genießen müsse. Dass diese Enzyklika in einem katholischen Kloster offensichtlich keine Beachtung finde, sei Bieringer, der sich selbst als gläubigen Christen bezeichne, "total unverständlich", wie es in der Pressemitteilung heißt. Für ihn versündige sich das Kloster mit der "beabsichtigten Waldvernichtung an der Umwelt, am Klimaschutz und den zukünftigen Generationen".

Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer darin, dass das Marterbergholz in seinem jetzigen Zustand als Fichtenmonokultur nicht überlebensfähig ist. "Aber anstatt deshalb den Wald dem Kiesabbau zu opfern, sollte das Kloster Schweiklberg schleunigst mit der Diözese Passau Kontakt aufnehmen, weil diese schon seit langem eine umweltgerechte und vorbildliche Waldwirtschaft betreibt", sagte Stefanie Auer. Von dort Hilfe und Beratung anzufordern, wäre wichtiger und zielführender als das vom Schweiklberg zu hörende Mantra auf die Eigenständigkeit des Klosters, die Hilfe von außen überflüssig mache oder nicht erlaube, heißt es in der Pressemitteilung.

Quelle: Passauer Neue Presse vom 20.09.2021
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