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  • Glückwünsche für die Bewerberin: Der grüne Landeschef Eike Hallitzky (v.l.), Astrid Gelaudemans, Katrin Scherer, Gemeinderat Christian Meier, Hannelore Kohn, MdL Toni Schuberl, Frederic Sascha Müller (2.v.r.) und dritter Bürgermeister Christian Domes (r.) beglückwünschten Gemeinderätin Elisabeth Sanladerer-Fuchs zur Vornominierung als Bürgermeisterkandidatin. -Foto: Wildfeuer

Elisabeth Sanladerer-Fuchs kandidiert

Frischer Wind stellt seine Kandidatin vor – Miteinander, Offenheit und Nachhaltigkeit sind ihre Ziele

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09. Jun. 2019 –

Auf einer Vornominierungsparty im Gutsbräu Straßkirchen mit Musik, Rückblick, Fastenredner, Vorstellungsrede und einem Buffet aus heimischen Produkten hat die Wählergruppe "Frischer Wind/Grüne" Gemeinderätin Elisabeth Sanladerer-Fuchs als Bürgermeisterkandidatin präsentiert. Damit bewirbt sich erstmals eine Frau in Salzweg um den Bürgermeisterstuhl.

Mit einem Buchstabenrätsel lüfteten Mitglieder des Frischen Winds das Geheimnis um ihre Kandidatin. Die großen Lettern, die sie in den Händen hielten, ergaben nach mehreren Fragen den Namen "Elisabeth". Nach rund hundert Jahren Frauenwahlrecht kandidiere erstmals in Salzweg eine Frau für das Bürgermeisteramt, sagte Elisabeth Sanladerer-Fuchs. Dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind, habe ebenfalls eine der Mütter des Grundgesetzes nach dem Zweiten Weltkrieg durchgesetzt. Dennoch seien Frauen im Bundestag mit einem Anteil von 31 Prozent unterrepräsentiert. "Wir müssen weiblicher werden", sagte sie im Blick auf die Parteien. Dies gelte auch für die Kommunalpolitik.

"Wir müssen weiblicher werden"

Eva Dumm sei 1966 die erste Gemeinderätin in der damals eigenständigen Gemeinde Straßkirchen gewesen. Nach der Gebietsreform sei sie in den Salzweger Gemeinderat eingezogen und bis 1999 geblieben. Seither habe es nur sieben Gemeinderätinnen gegeben, zu denen sie selbst zählt. Sie habe das Mandat damals "schweren Herzens" angetreten. "Mit uns ist zu rechnen", kündigte die vornominierte Kandidatin an. Sie meine nicht, dass Frauen alles besser machten. Die Mischung mache es. "Wenn die Hälfte der Gemeinderäte weiblich wären, hätten wir dann in jedem Ortsteil in der Mitte kein Geschäft mehr?", fragte sie. Es falle ihr nicht leicht, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, vor dem sie hohen Respekt habe. Es sei aber wichtig, dass der Frische Wind eine Bewerberin stelle, da er ein eigenes Profil habe. Sie trat dafür ein, dass zu den Bürgermeistergesprächen von Josef Putz, Maria Eckinger und Christian Domes auch die CSU geladen wird. Dies sei für das Miteinander förderlich. Sie hob die Aktionen des Frischen Winds für den Klimaschutz hervor und plädierte für ein "Wachstum a.D.". Die Auswirkungen des Klimawandels für spätere Generationen seien nach dem Motto "global denken, lokal Handeln" in die Entscheidungen einzubeziehen. "Raus aus der fossilen Energie und mehr Energiesparen" seien weitere Anliegen. So sei beim kommunalen Wohnbauprojekt Straßkirchen, das in Holzbauweise und mit Pelletsheizung entstehen soll, zu zeigen, dass es auch kostengünstig geht. Der Frische Wind wolle zudem erreichen, dass sich die Menschen in der Gemeinde beheimatet fühlen. Bestehendes sei zu sanieren, Fortschritt anders zu definieren.

"Mut geben statt Angst machen", laute die Haltung der Grünen, sagte Eike Hallitzky, grüner Landeschef. Dafür, für ihren Zukunftsoptimismus beim Einsatz für den Schutz der Lebensgrundlagen, der Arten und des Klimas sowie für die Demokratie und den Zusammenhalt bekämen die Grünen täglich mehr Unterstützung, auch aus Salzweg. Er würdige das Engagement des Frischen Winds. Sein "frischwindiges Auftreten" sei in Salzweg wichtig. Er wolle in Salzweg mitgestalten und gehe mit einer Bürgermeisteranwärterin ins Rennen. "Global denken, lokal handeln", sei das grüne Kerngeschäft. Dieser Auftrag mache es so wichtig, dass Sanladerer-Fuchs ihren Hut als künftige Bürgermeisterin kompetent, auf die Menschen zugehend und engagiert der nachhaltigen Zukunft zugewandt in den Ring wirft. Es sei an der Zeit, dass in Salzweg eine Frau an die Macht kommt.

Was grüne Politik ausmacht, habe die Rede von Sanladerer-Fuchs gezeigt, die für Miteinander und Offenheit eintrat, lobte MdL Toni Schuberl. Dies zeige auch die Anwesenheit von Bürgermeister Putz. Um die Sache zu kämpfen, gemeinsam Projekte zu realisieren, sei auch im Landtag wichtig. Es gelte, zukunftsorientierte Politik zu machen.

"Frischer Wind" 2001 im Gutsbräu gegründet 

Sanladerer-Fuchs, die als Vorsitzende die Versammlung eröffnete, betonte das "gelebte Leerstandsmanagement" der Wählergruppe, für die Eigentümer Christian Böhm das Gutsbräu aufsperrte. 3. Bürgermeister Christian Domes wickelte sich die blaue Schürze "Salzweg ist bunt" um, um auf sein Motto zu verweisen. Der Frische Wind sei immer dafür eingestanden, sowohl bezüglich der Parteien und Gruppierungen als auch der Hautfarbe, und tue es weiter. Es gebe zwei Helferkreise in Salzweg, die positiv aus dem Rahmen fielen. Domes erinnerte an die Anfänge. 2001 sei der Frische Wind im Gutsbräu gegründet worden, bei der Kommunalwahl 2002 habe er zwei Sitze erhalten. Die Kommunalwahl 2008 habe ihn mit Christian Meier in den Gemeinderat gehievt. 2014 habe der Frische Wind dann drei Sitze erzielt, die Sanladerer-Fuchs, Meier und er innehaben. 20 plus x-Prozent sei Ziel für die Kommunalwahl 2020.

Bruder Johannes Rosenberger, der zehn Jahre als Fastenredner im Gutsbräu der Lokalprominenz die Leviten las, wetterte dagegen, dass er in seiner bayerischen Ruh' gestört wird, weil das Gutsbräu noch im Dornröschenschlaf liegt, es zusperren musste, weil sich auch "die Frischen" selten dort blicken ließen, aber danach jammerten. In Salzweg und Straßkirchen sei nichts mehr, wie es war. Der Salzweger Kirchenpfleger und der Straßkirchner PGR-Vorsitzende säßen gemeinsam am Stammtisch. Da könne auch eine Grüne Rathauschefin werden.

Das Trio "Short Boys" aus Uwe Wiesmann, Michael Reitberger und Rüdiger Schubert umrahmte die Party und spielte zum Tanz auf. Die Nominierungsversammlung findet im Herbst statt.

Quelle: Passauer Neue Presse vom 05.06.2019
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