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    Das beste Mittel gegen Flächenfraß

    Pressemitteilung der Kreistagsfraktion

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    25. Jun. 2019 –

    „Wer wissen will, wie behutsamer Umgang mit unserem wertvollen Boden und lebendige Ortskerne zusammengehen, der kann entweder beim Wegscheider Bürgermeister nachfragen, was angeblich alles nicht sein kann oder er fährt stattdessen nach Hofheim oder nach Heimenkirch zu den dortigen Bürgermeistern – der eine ein GRÜNER, der andere von der CSU – um zu erleben, wie es anderen vergleichbaren Kommunen gelingt, Abwanderung zu stoppen,“ stellt Eike Hallitzky, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Passauer Kreistag fest. „Diese beiden 5000-Einwohner-Orte konzentrieren sich auf die kreative Entwicklung ihrer Ortszentren und verzichten deshalb bewusst auf die phantasielose Ausuferung ihrer Gemeinde durch Gewerbe-, Einkaufs- und auch Wohnbebauung im Außenbereich. Und das klappt auch, obwohl diese Märkte ähnlich wie Wegscheid nicht gerade im Zentrum der Musik liegen.“

    Auf der jüngsten Fraktionssitzung empfahlen die Kreistags-GRÜNEN, weniger vom Vorrang der Innenentwicklung zu reden sondern dies tatsächlich zu leben. „Denn Innenentwicklung ist der Schlüssel zu beidem, zu liebenswerten und lebendigen Ortskernen ebenso wie zum Flächensparen“, so Kreisrätin Halo Saibold. Dazu brauche zunächst jede Gemeinde als eine Grundlage ein Leerstandskataster und eine Erfassung der Baulücken. „Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister müssen den unbedingten Willen zur lebendigen Gestaltung des Ortszentrums entwickeln. Denn dort spielt sich das Leben ab. Das heißt aber, an eigenen Planungen dann auch ernsthaft dranzubleiben.“ Gewerbe und Verbrauchermärkte lieblos auf die grüne Wiese an die Ausfallstraßen gesetzt und dann zu beklagen, dass der Ort nicht mehr attraktiv ist, das sei unehrlich, so Hallitzky, der auch einen Blick nach Freyung empfiehlt: „In Sachen Aufwertung des Zentrums ist da manches richtig gemacht worden.“

    Kreisrat Dr. Thomas Kreideweiß hält zudem die undifferenzierte Ausweisung größerer Flächen mit Einfamilienhäusern am Ortsrand für langfristig sehr problematisch. „Neue Baugebiete müssen von vorneherein gemischt geplant werden, damit sie nicht die Altenheime von morgen werden.“ Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten und zum ÖPNV, aber auch kleinere altersgerechte Wohnungen und für junge Leute mit geringem Einkommen seien gefragt. Vor allem aber gehe es darum, dass das Leben in die oft liebevoll hergerichteten Ortszentren zurückkehrt. „Dann werden auch die Wohnlagen in den Zentren wieder attraktiv – für Alt und Jung!“

    Hallitzky drückt es drastisch aus: „Wenn der Wegscheider Bürgermeister den „Tod der kleineren Gemeinden“ an die Wand malt, weil der Flächenverbrauch begrenzt wird, dann begreift er weder welchen unschätzbaren Wert unser Boden, unsere Natur für uns alle hat, noch weiß er, wie sich eine Gemeinde im ländlich-peripheren Raum attraktiv weiterentwickeln kann. Ich empfehle ihm mal einen Besuch bei seinem Parteikollegen im gleichgroßen Hofheim, gelegen im nördlichen Landkreis Haßberge. Und der dortige Bürgermeister wird ihm sagen: Das Leben findet innen statt. Oder gar nicht. Und das heißt: eine klare gemeindliche Planung und den Verzicht auf weiteren Flächenfraß!“

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