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Bündnis 90/Die Grünen

Landkreis Passau

Baum im Rondell soll gefällt werden

Neuhauser Gemeinderat votiert für Ersatz – Bei der Straße durchs Betriebsgelände wird im Landratsamt nachgehakt

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29. Apr. 2021 –

Bleibt die Fichte in dem Rondell "Am Klosterhof" oder muss sie einem Ersatzbaum weichen? Über diese Frage diskutierte der Neuhauser Gemeinderat im Dorfgemeinschaftshaus in Mittich, als dort über die Themen der jüngsten Bauausschusssitzung berichtet wurde.

Ob die Fichte in dem Rondell gefalle oder nicht, sei letztlich "Gefühlssache", wie Bürgermeister Stephan Dorn bekundete und ließ über den Antrag eines Anliegers auf Fällung des Baums abstimmen. "Dem Baum fehlt nix, der steht perfekt", habe eine Begutachtung durch den Bauausschuss ergeben, obwohl es eine Beschädigung durch einen Lkw gegeben habe. Letztlich votierten aber elf Gemeinderäte für das Fällen der Fichte, die dann als Christbaum vorm Rathaus dienen könnte. Als Ersatz soll in dem Rondell vorzugsweise ein Apfelbaum gepflanzt werden.

Um die Zukunft eines weiteren Baums ging es in Vornbach, wobei befürchtet wird, dass von diesem Exemplar Gefahr durch herabstürzende Äste ausgeht. Hier plädierte man allerdings für eine erneute Überprüfung des Zustands des laut Dorn "sehr schönen Baumes". Falls diesem nichts fehlt, darf er stehen bleiben. In dem Zusammenhang sprach sich Gemeinderätin Sabine Mayerhofer (SPD/Grüne) bereits jetzt für Ersatzpflanzungen aus, was auf breite Zustimmung stieß.

Auch ihrem Wunsch, die etwas verwilderte Streuobstwiese zwischen B12-Brücke und der Bebauung von Neuhaus aufzuhübschen, stimmten die Gemeinderäte einmütig zu. "Das ist das Erste, was man von Neuhaus sieht", gab die Gemeinderätin zu bedenken. Möglicherweise in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen könne man "ein schönes Fleckerl daraus machen", zeigte sich Sabine Mayerhofer überzeugt.

Zugestimmt wurde auch dem Antrag eines Anliegers, einen Verkehrsspiegel in der Mitterfeldstraße anzubringen. Ein beantragtes Parkverbot im Wendehammer in der Schauerödstraße wurde dagegen abgelehnt. Auch der Antrag auf beidseitiges Parkverbot in Vornbach fand keine Mehrheit im Gremium. 14 Gemeinderäte lehnten ein zusätzliches Schild ab, nur drei sprachen sich für eine weitere Reglementierung aus.

Wieder einmal Thema war die Verkehrssituation in Hartham, wo eine ortsansässige Firma Antrag auf Verkehrsberuhigung stellt, da die Straße das Betriebsgelände zweiteilt. Da die Straße im Zuge des Autobahn-Ausbaus künftig zur Kreisstraße aufgewertet wird, "wird das nicht einfach", wurde in der Sitzung deutlich. Dennoch "sehe ich da kein Hindernis, dass man das unterstützt", erklärte Bürgermeister Stephan Dorn, da es sich um zwei Werk-Teile der betreffenden Firma handelt, die die Straße durchkreuzt. Obwohl man die Chancen auf Tempo 30 in dem Bereich nicht für hoch erachtet, wolle man der Firma signalisieren, dass man ihr Vorhaben unterstützt. Deshalb erging die Empfehlung auch einstimmig, diesbezüglich nochmals beim Landkreis vorstellig zu werden.

Weiterhin ging es beim Thema Neuhauser Schule um den geplanten Austausch von Böden und eine neue Beleuchtung im Außenbereich. Hier will man Angebote einholen.

Keine Einwände hatten die Gemeinderäte zum geplanten Vorhaben, einen Platz für die Jugend vor dem Jugendraum im Haus des Gastes zu schaffen. "Wenn man etwas selbst macht, wird es nicht so schnell kaputt", meinte Bürgermeister Dorn dazu augenzwinkernd. Das Projekt soll in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring umgesetzt werden und hat bereits Spenden bekommen.

Noch etwas warten will man hingegen mit mobilen Zaunteilen am Sportplatz "Am Ehebach" und beim Sportverein anfragen, ob er sich hier noch etwas gedulden könne. Denn im Rahmen der Städtebauförderung könnte es bis zu 80 Prozent Zuschuss zu den Elementen geben, für die man ein Angebot von rund 5200 Euro vorliegen hat.

Gemeinderätin Veronika Lippl (Grüne) monierte im Zusammenhang mit einem bereits abgesegneten Bauantrag Ökoflächen, die nicht im Flächennutzungsplan kartiert sind. "Wir können nur das schützen, was wir kennen", regte sie an, dass vor diesbezüglichen Entscheidungen weitere Kartierungen herangezogen werden. Es sei in ihren Augen wichtig, dass auch die Gemeinde Zugriff auf Unterlagen wie Bayernatlas oder Fachinfo-Systeme habe. Denn Biotop-Schutz sei für Kommunen verpflichtend.

Quelle: Passauer Neue Presse vom 26.04.2021
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