• Initiativen im Sinne der "Eine-Welt-Bewegung" – darüber sprachen Petra Spanner (v.l.) vom "Welt Laden Vilshofen", Halo Saibold, Uwe Kekeritz, Godehard Limmer. -Foto: Menzel

Auf einem guten Weg

Grünen MdB Uwe Kekeritz in Vilshofen: "Agrarökologie unverzichtbar für eine bessere Welt"

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28. Jun. 2019 –

Weil es in der "Kleinen Dreiflüssestadt" schon lange und viele entwicklungspolitische Aktivitäten gibt, war es nur folgerichtig, dass Uwe Kerkeritz, MdB und entwicklungspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion am "Eine Welt-Nachmittag" der örtlichen Grünen teilnahm. Er wusste bereits von einem früheren Besuch, dass es in Vilshofen zahlreiche und erfolgreiche Aktivitäten für die globale Gerechtigkeit gebe, sich die Stadt seit langem auf einem guten Weg befinde.
Erst kurz vor dem Treffen hatte der Stadtrat den Beitritt zum kommunalen "Klima-Bündnis" und für die Verwaltung einen fairen "Beschaffungsleitfaden" beschlossen. Mit ihm soll sichergestellt werden, dass die "Fairtrade-Stadt" künftig nur noch Produkte und Materialien aus Entwicklungsländern kauft, die ökologischen, sozial gerechten und nachhaltigen Standards entsprechen. In diesem Zusammenhang wies der Abgeordnete darauf hin, dass von der Öffentlichen Hand in Deutschland jährlich 360 Milliarden für die Beschaffung ausgegeben werden und davon rund 60 Milliarden auf die faire Beschaffung entfallen könnten. Damit würde eine enorme Nachfrage zu Gunsten der Länder des Südens geschaffen. "Allerdings ist es wichtig, dass auch die politischen Verhältnisse bei den Handelspartnern beachtet werden", so der MdB. Er habe selbst im Kongo erlebt, "dass mit dem Geld aus dem dem gut gemeinten fairen Handel Terror-Milizen finanziert werden. Das kann und darf nicht sein". Kreisrätin Halo Saibold wies auf die "Nachhaltigkeitsstrategie" hin, die derzeit im Landkreis Passau erarbeitet wird. Dazu gehört auch ein Beschaffungsleitfaden, der allen Landkreis-Gemeinden zur Verfügung gestellt wird. Auch will der Landkreis mit verschiedenen Projekten die Schulbildung der Menschen vor allem in Afrika verbessern und damit den Fluchtursachen entgegenwirken. Ergänzend dazu machte sie auf das Entwicklungshilfeprojekt in Dindifelo im Senegal aufmerksam, das von Helmuth Rücker vom Vilshofener Anzeiger federführend aufgebaut und betreut wird. Dazu MdB Kekeritz: "An solch einem positiven Beispiel wird deutlich, was private Initiativen bewirken können, allerdings nur wenn sie längerfristig angelegt und mit viel Engagement und gutem Willen begleitet werden".
Godehard Limmer bat den Abgeordneten darum, in Berlin sein Augenmerk unbedingt auf das inzwischen auch von der Bundesregierung ins Auge gefasste Thema "Agrarökologie" zu richten. Sie soll im globalen Süden zu weniger Hunger und mehr Ernährungssouveränität führen. Für den Abgeordneten ist die "Agraröklogie" zur notwendigen Vermeidung von Fluchtursachen unabdingbar. "Es muss schnellstens aufhören, dass die Bauern im globalen Süden dazu gedrängt werden, unter teilweise massivem Einsatz von Agrargiften immer mehr Pflanzen für die Futtermittel- und Treibstoffindustrie zu produzieren anstatt ihre Felder für die Ernährung der Bevölkerung vor Ort zu bewirtschaften". 

Quelle: Passauer Neue Presse vom 26.06.2019
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