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  • Können vor lauter Verkehr nicht in die Kamera schauen: MdL Schuberl (r.) mit Vertretern der örtlichen Bürgerinitiative -Foto: Grüne

Anwohnern reicht’s: Demo gegen den Lärm

Bürgerinitiative und Grüne gehen am Samstag in Neuburg auf die Straße – MdL Schuberl fordert "Ende des Verkehrschaos"

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20. Feb. 2019 –

 Den Neuburgern reicht es: Weil sich die Verkehrssituation in Dommelstadl und Neuburg am Inn noch immer nicht gebessert hat, wollen sie nun gegen den Schwerlastverkehr demonstrieren. Die Demonstration findet statt am Samstag, 23. Februar, von 14 bis etwa 16 Uhr. Organisator ist der SPD-Ortsverein Neuburg am Inn mit Joachim Eder als verantwortlichem Leiter. "Unsere Themen sind der Schwerlastverkehr und die Lärm- und Feinstaubbelastung in Neuburg und Dommelstadl", sagt er. Die Versammlung startet um 14 Uhr beim Dorfanger in Dommelstadl; der Zug ist geplant bis zur Bushaltestelle in Neuburg, kurz nach der früheren Pizzeria Luciano. Eder erwartet rund 120 Teilnehmer.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der örtlichen Bürgerinitiative und den Grünen statt. Der Grüne Landtagsabgeordnete Toni Schuberl hat kürzlich auf Einladung von lärmgeplagten Anwohnern die Gemeinde besucht und machte sich ein Bild vor Ort. Er fordert ein Durchfahrtsverbot für Lkw durch Neuburg am Inn und Dommelstadl. "Die Anwohner sehen sich seit Jahren einer verstärkten Lärmbelastung ausgesetzt. Der Schwerlastverkehr steigt seit Jahren. Ein wesentlicher Grund neben der allgemeinen Zunahme des Schwerverkehrs und den Grenzkontrollen ist, dass sowohl der Durchgangsverkehr als auch die örtlichen Spediteure wegen einer marginalen Kostenersparnis lieber durch die Ortschaft fahren, anstatt per direktem Weg auf die Autobahn zu fahren", schreibt Schuberl in einer Mitteilung. Auch der Pkw-Verkehr ist seit Beginn der Grenzkontrollen stark gestiegen: "Besonders bei Stau auf der A3 fahren Fahrzeuge Stoßstange an Stoßstange durch den Ort und verstopfen die Straßen. In nächster Zeit wird sich die Situation wahrscheinlich weiter verschärfen, da eine baustellenbedingte Ampel für Stau innerorts sorgen könnte. Zudem drohen in naher Zukunft negative Folgen der Pkw-Maut für den grenznahen Ort."

Bei den Anwohnern liegen die Nerven blank. "Hier ist keine Lebensqualität mehr vorhanden". so die örtliche Bürgerinitiative, die sich seit über einem Jahr für ein Lkw-Durchfahrtsverbot einsetzt. Dabei wäre ein wesentlicher Schritt zur Lösung laut Schuberl denkbar einfach: "Indem man dem Schwerverkehr mit Ausnahme des Anliegerverkehrs die Durchfahrt verweigert und die umstrittenen Grenzkontrollen beendet, wäre dem Ort schon stark geholfen."

Warum nichts geschieht, ist Schuberl unerklärlich, wie er schreibt: "Wenn wir den Güterverkehr schon nicht auf der Schiene haben, so sollte er wenigstens auf den Bundesautobahnen fahren und nicht unsere Gemeinden verstopfen." Schuberl habe bereits eine schriftliche Anfrage an die Staatsregierung gestellt, ob und welche Konzepte sie zur Lösung der Probleme hat. Er hoffe zudem, dass seine Klage gegen die Grenzkontrollen fruchtet "und diese endlich ein Ende finden". Den Anliegen der Anwohner soll bei der Demo Nachdruck verliehen werden.

Quelle: Passauer Neue Presse vom 20.02.2019
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