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Bündnis 90/Die Grünen

Landkreis Passau

  • Beim Besuch auf dem Erdlingshof: Gerne ließ sich Stier Ferdinand von Grünen-Politikerin Halo Saibold füttern und streicheln. Ihre Begleiter staunten. Und die beiden Erdlingshof-Betreiber Johannes Jung (von rechts) und Birgit Schulze freuten sich über diese neu begründete Freundschaft zwischen Mensch und Tier. -Fotos: Marion Wittenzellner

Promi-Besuch bei Stier Ferdinand

Grünen-Politikerin Halo Saibold bestaunte den Erdlingshof und fütterte im Frühjahr ausgebüxtes Tier

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28. Aug. 2020 –

Durch seine waghalsige Flucht aus der Schlachthof-Todeszelle hatte der weiße Jungstier "Ferdinand" im Frühjahr überregional für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt hat das Tier in seinem neuen Für-immer-Zuhause auf dem Erdlingshof in Ogleinsmais (Gemeinde Kollnburg) hohen Besuch bekommen.
Der Umgang mit Prominenten ist für den "Ferdl" nichts Neues, immerhin hat er den Kollnburger Bürgermeister Herbert Preuß zum Paten. Dass aber jetzt die erste bayerische Grünen-Landesvorsitzende und Gründungsmitglied der Partei, Ex-MdB Halo Saibold, bei ihm vorbeischaute, das war denn doch etwas ganz Besonderes für ihn und für die beiden Lebenshof-Betreiber Johannes Jung und Birgit Schulze.
Die altgediente Politikerin und Passauer Kreisrätin hatte die aufregende Flucht des Charolais-Rinds, die ganz Wegscheid tagelang in Atem gehalten hatte, wie auch das behutsame Einfangmanöver durch Johannes Jung und dessen tierischen Helfer Michel aufmerksam in der Heimatzeitung verfolgt. Sie wollte sich nun selbst anschauen, wie es dem tapferen Gesellen in seiner neuen Heimat geht.
Neben Jung und Schulze hießen auch etliche zwei- und vierbeinige "Mitbewohner" Halo Saibold und ihren Begleit-Tross herzlich auf dem Erdlingshof willkommen. Einige ganz kecke wie das verschmuste Wildschwein Ronja, das sich von Jung "sauwohl" den Bauch kraulen ließ, der mächtige Bulle Ben oder auch die von klein auf fehlgeprägten, liebeshungrigen Puten, die die Besucher unermüdlich anbalzten, stahlen Stier Ferdinand fast schon die Show. Aber nur fast – denn als Johannes Jung die "Hauptperson" mit einigen Leckerlis aus ihrem schattigen Unterstand hervorlockte, da waren aller Augen nur noch auf den Ferdinand gerichtet.
Während Saibold den friedlichen Jungstier ausgiebig streichelte und fütterte, ließ sie sich noch einmal eingehend dessen ebenso waghalsiges wie eigentlich unmögliches Fluchtmanöver (mit dem er buchstäblich in allerletzter Sekunde der "Todeszelle" entkommen war) schildern. Seinen Namen verdankt der liebenswerte Überlebenskünstler Ferdinand, der nicht sterben wollte, übrigens dem Kinderbuch "Ferdinand – der liebenswerte Stier, der nicht kämpfen wollte" .
Auch über die nervenaufreibend-abenteuerlichen, aber glücklicherweise doch noch rechtzeitig von Erfolg gekrönten Einfangversuche für den von den örtlichen Behörden wegen seiner "Gefährlichkeit für Mensch und Straßenverkehr" bereits zum Abschuss freigegebenen Stier und dessen Umsiedelung in den Erdlingshof berichtete Johannes Jung.

Saibold und ihre Begleiter informierten sich auch ausführlich über den Erdlingshof, wo "alle Tiere lebenslänglich haben" und tatsächlich alles von Hund und Katz’ bis Ochs’ und Esel friedlich nebeneinander lebt. Sie zollten Jung und Schulze allerhöchsten Respekt für die wertvolle Aufklärungsarbeit in Sachen Tierschutz, die das gesamte Team hier betreibt, für die konsequent vegane Lebensweise, die hier tatsächlich von sämtlichen Lebewesen gepflegt wird, und nicht zuletzt für den unermüdlichen Enthusiasmus, mit dem sie ihren gemeinnützigen Verein ohne öffentliche Gelder, aber dafür mit viel Unterstützung durch Tierfreunde aus ganz Deutschland, vorbildlich betreiben.
"Eure Arbeit ist unendlich wichtig, damit die Leute mehr und mehr merken, dass alle Tiere mehr als nur Nutztiere sind", konstatierte Halo Saibold zutiefst beeindruckt. Das System grundlegend zu ändern, sei allerdings sehr schwer, da müsse sich zuerst die Gesellschaft ändern, befürchtete sie. Umso mehr wünschte sie dem Lebenshof und seinen rührigen Betreibern weiterhin viel Erfolg und dass sie die verdiente Wertschätzung (die sich nicht zuletzt auch in Spendengeldern ausdrücken möge) erhalten. Speziell von Ferdinand hoffte Saibold auch in Zukunft noch allerlei zu hören. Sie werde das Ganze jedenfalls sehr interessiert weiterverfolgen, versprach sie am Ende ihrer rund einstündigen Erdlingshof-Visite, nach der dessen Spendenkasse wieder ein bisschen voller geworden war.

Quelle: Passauer Neue Presse vom 24.08.2020
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