S

Bündnis 90/Die Grünen

Landkreis Passau

  • Die Baustelle der Inntal-Gärtnerei in Rothof / Neuhaus am Inn
    Rund vier Hektar fruchtbares Ackerland planiert: die Baustelle der Gärtnerei Peschl in Rothof / Neuhaus am Inn

Grundwasserentnahme in Neuhaus am Inn?

GRÜNE: Wasserwirtschaftsamt soll Gemeinde, Landwirte und Anwohner anhören. Es gibt bereits Ernteausfälle wegen Trockenheit.

Teilen!

19. Aug. 2020 –

In Neuhaus am Inn erweitert die Inntal-Gärtnerei erneut ihr Gelände. Dafür hat der Bauherr rund vier Hektar landwirtschaftlicher Fläche planiert, einen Teil mit einer Kompostanlage aus Beton versiegelt sowie einen rund 18 Meter tiefen Brunnen bohren lassen. Der Gemeinderat hat sich mit der Erweiterung bislang nicht näher befasst, die Gemeindeverwaltung und der Bauherr haben Anwohner sowie betroffene Landwirte nicht informiert.

Gemeinderätin Veronika Lippl (SPD/GRÜNE) findet, dass "bei einer Grundwasserentnahme für einen derart großen Betrieb Anwohner im Vorfeld umfassend informieren werden müssen. Auch der Inntal Gärtnerei Handels GmbH & Co. KG sollte daran gelegen sein. Denn wie möchte man sonst eine zweifellos gewünschte Akzeptanz erreichen?" Das Wasserwirtschaftsamt prüft aktuell einen Antrag des Bauherrn, auf eine neue und dauerhafte Entnahme des Grundwassers. Dirk Wildt, Vorsitzender der Landkreis-GRÜNEN, hat nun das Amt aufgefordert, in der Sache keine Entscheidung zu treffen, ohne zuvor der Gemeinde Neuhaus am Inn sowie Anwohnern und benachbarten Landwirten die Gelegenheit zu einer Stellungnahme gegeben zu haben.

In dem Schreiben an das Wasserwirtschaftsamt heißt es: "Ich wende mich an Sie, weil mir Anwohner Ihre Befürchtung mitgeteilt haben, ihre acht Meter tiefen Brunnen könnten trocken fallen, wenn in unmittelbare Nähe Grundwasser aus 18 Meter Tiefe gefördert wird. Landwirte sind verunsichert, was die zukünftige natürliche Bewässerung ihre Felder betrifft. Wir haben auf den betroffenen Feldern wegen Trockenheit bereits Ernteausfälle gehabt." Wildt weist in dem Schreiben daraufhin, dass die von der Gärtnerei gewählte Anbaumethode, Beerensträucher aufgeständert in Containern statt im Mutterboden zu pflanzen, drei Mal mehr Wasser verbrauchen soll. "Angesichts der drohenden Erdüberhitzung und des überall und auch in Rothof fallenden Grundwasserspiegels scheint mir das kein besonders verantwortungsvoller Umgang mit unserem wertvollen Gut Wasser zu sein", und bittet das Amt, diesen Aspekt in der Prüfung des Antrags zu berücksichtigen.

« Zurück | Blog: Nachricht »

 

Umwelt
im Kopf
auf
gruene.de

 

Freiheit
im Herzen
auf
gruene.de

 

Welt
im Blick
auf
gruene.de

 

Gerechtigkeit
im Sinn
auf
gruene.de

Diese Website ist gemacht mit TYPO3 GRÜNE, einem kostenlosen TYPO3-Template für alle Gliederungen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
TYPO3 und sein Logo sind Marken der TYPO3 Association.