Plastikmüll: Inntal-Gärtnerei droht GRÜNEN mit Gericht

GRÜNE sollen Behauptung unterlassen, Gärtnerei will Plastikmüll nicht aus der Erde holen. Wildt: "Wenn GmbH Restmüll raus holen will, soll sie es machen".

05.11.20 –

Die Inntal Gärtnerei Handels GmbH & Co. KG droht den Landkreis-GRÜNEN mit "gerichtlichen Maßnahmen", wenn diese nicht einen bestimmten Satz von ihrer Website entfernen. In einem entsprechenden Schreiben einer Münchner Rechtsanwaltsgesellschaft heißt es: Der Satz "'Inntal-Gärtnerei will Plastikmüll in der Erde lassen' ist frei erfunden und … stellt eine unwahre Tatsachenbehauptung dar".

Bei dem Vorgang geht es darum, dass die Inntal-Gärtnerei im August auf einer mehrere 1.000 Quadratmeter großen Fläche in Rothof in Neuhaus am Inn Humus mit Plastikmüll ausgebracht hatte – versetzt mit Blumentöpfen und Plastikfolien aus der Pflanzenproduktion. Der Kreisvorsitzende Dirk Wildt hatte als Anwohner "wegen des Verdachts der illegalen Müllentsorgung" Anzeige erstattet. Aber trotz anschließender Aufforderung des Landratsamtes, den Müll zu entfernen, hatte der Betrieb die Fläche nur oberflächlich abgesammelt. Auf der Fläche sollen später mehrere hundert Hühner weiden.

Darauf erstattete Wildt erneut Anzeige. Das Landratsamt forderte den Betrieb nun auf, "die abgelagerten … Kunststoffteile vollständig zu entfernen. Sollte dies nicht fristgerecht erfolgen, so ergeht eine Anordnung". Ihre Presseerklärung zu dieser Aufforderung kündigten die GRÜNEN am 9. September auf ihrer Nachrichtenseite unter der Überschrift an: "Inntal-Gärtnerei will Plastikmüll in der Erde lassen. Landratsamt verschärft Ton und droht.

Wildt weist den Vorwurf des Anwalts der Inntal-Gärtnerei zurück, es würde sich beim beanstandeten Satz um eine falsche Behauptung handeln. "Der Satz ist zum damaligen Zeitpunkt richtig gewesen. Und er trifft sogar für den heutigen Zustand zu." Denn wie das Landratsamt laut eines Berichts der Passauer Neuen Presse im Oktober festgestellt hatte, soll es im Boden immer noch "Kunstoffteilchen .. in einer … geringen Menge" geben.

"Wenn die Handels GmbH & Co. KG nun auch den Rest aus der Erde holen will, soll sie es machen. Wir würden diesen Schritt begrüßen und auf unserer Website positiv darüber berichten", kündigt der Kreisvorsitzende an und sagt weiter: "Im Übrigen können die Inhaber Sigrid und Karl-Heinz Peschl solche Sachverhalte mit uns auch direkt klären. Dafür bedarf es keinen Rechtsanwalts und keiner Drohung mit dem Gericht."

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